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Fake-Profile erkennen: So schützt Du Dich vor Betrug bei Erotikanzeigen

4 Min. Lesezeit · 7. Juli 2026

Fake-Profile erkennen: So schützt Du Dich vor Betrug bei Erotikanzeigen

Die meisten Inserate sind echt, doch Betrüger nutzen immer dieselben Maschen. Mit diesen Warnzeichen erkennst Du sie, bevor sie Dich Geld oder Nerven kosten.

Erotikanzeigen leben von Vertrauen. Die allermeisten Menschen, die hier inserieren oder Kontakt suchen, meinen es ehrlich. Trotzdem versuchen Betrüger immer wieder, mit gefälschten Profilen an Geld oder persönliche Daten zu kommen. Die gute Nachricht: Ihre Maschen ähneln sich stark. Wer weiß, worauf er achten muss, erkennt ein Fake-Profil meist schon nach wenigen Nachrichten.

Wie Betrug bei Sexkontakten typischerweise abläuft

Fast alle Maschen folgen einem ähnlichen Muster. Zuerst lockt ein besonders attraktives Profil mit einem verlockenden Angebot. Im Gespräch wird schnell Vertrauen und Vorfreude aufgebaut, oft mit viel Lob und Aufmerksamkeit. Dann kommt der entscheidende Schritt: Bevor es zum Treffen kommen kann, soll Geld fließen, angeblich als Sicherheit, für die Anreise oder für einen „Verifizierungscode“. Ist das Geld überwiesen, reißt der Kontakt ab, oder es folgen immer neue Forderungen.

Wer dieses Muster kennt, durchschaut es leicht. Die folgenden Warnzeichen helfen Dir dabei.

Warnzeichen 1: Vorkasse per Gutschein oder Kryptowährung

Das mit Abstand wichtigste Warnsignal. Verlangt jemand vor einem persönlichen Treffen Geld per Paysafecard, Google-Play- oder Amazon-Gutschein, Kryptowährung oder einem anonymen Zahlungsdienst, handelt es sich fast immer um Betrug. Solche Zahlungen lassen sich nicht zurückholen, und genau deshalb sind sie bei Betrügern so beliebt. Bei echten Treffen wird in aller Regel vor Ort bezahlt.

Warnzeichen 2: Fotos, die zu perfekt wirken

Professionell ausgeleuchtete Studiofotos mit makelloser Haut sind ein erster Hinweis, dass die Bilder nicht von der Person stammen. Prüfe verdächtige Fotos mit einer umgekehrten Bildersuche, etwa mit Google Lens. Erscheint dasselbe Bild auf anderen Seiten unter anderen Namen oder in Modekatalogen, ist das Profil sehr wahrscheinlich gefälscht.

Warnzeichen 3: Druck und künstliche Eile

„Nur heute frei“, „Schnell, sonst ist der Termin weg“, „Ich warte schon auf Dich“: Zeitdruck soll verhindern, dass Du in Ruhe nachdenkst. Seriöse Inserentinnen lassen Dir Zeit für Deine Entscheidung und reagieren entspannt, wenn Du Fragen stellst.

Warnzeichen 4: Antworten aus dem Textbaukasten

Gehen die Antworten nie wirklich auf Deine Fragen ein, wirken sie seltsam allgemein oder gleichen sie aufs Wort denen, die ein Bekannter bekommen hat, steckt oft ein vorgefertigter Text oder gar ein Programm dahinter. Ein echter Mensch reagiert auf das, was Du schreibst.

Warnzeichen 5: Der schnelle Wechsel auf andere Kanäle

Wirst Du schon nach der ersten Nachricht auf WhatsApp, Telegram oder eine fremde Website gelockt, solltest Du hellhörig werden. Dort fehlen Schutzmechanismen wie Meldefunktion und Moderation. Über die Nachrichtenfunktion auf erotikmarkt24.at bleibt Deine Nummer privat, bis Du sie selbst weitergeben möchtest.

Warnzeichen 6: Ein Angebot, das zu gut klingt

Unrealistisch niedrige Preise, grenzenlose Versprechen oder eine Traumfrau, die sich ausgerechnet sofort in Dich verliebt: Was zu schön ist, um wahr zu sein, ist es leider meistens auch.

Warnzeichen 7: Fragen nach sensiblen Daten

Niemand braucht für ein Treffen Deinen Ausweis, Deine Wohnadresse, Deine Bankdaten oder Fotos von Dir in eindeutigen Situationen. Gerade intime Bilder werden bei sogenannter Sextortion als Druckmittel eingesetzt. Gib solche Informationen und Bilder grundsätzlich nicht an Unbekannte heraus.

Schnellcheck vor jedem Treffen

  • Wurde Geld im Voraus verlangt? Dann Kontakt abbrechen.
  • Passen Fotos, Text und Antworten zusammen?
  • Gibt es klare Angaben zu Ort, Zeit und Preis?
  • Fühlt sich das Gespräch natürlich an, ohne Druck?
  • Findet das erste Treffen an einem Ort statt, an dem Du Dich sicher fühlst?

Was tun, wenn Du betrogen wurdest?

Zunächst: Du musst Dich nicht schämen. Diese Maschen sind professionell gemacht und treffen auch vorsichtige Menschen. Brich den Kontakt sofort ab und zahle auf keinen Fall weiter, auch wenn Dir mit Konsequenzen gedroht wird. Sichere Nachrichten und Zahlungsbelege mit Screenshots, melde das Profil und erstatte bei der Polizei Anzeige. Bei Gutscheinen lohnt sich zudem ein schneller Anruf beim Anbieter, manchmal lässt sich ein noch nicht eingelöster Code sperren.

So schützt erotikmarkt24.at Dich

Jedes Inserat wird bei uns vor der Freischaltung von Hand geprüft. Fällt Dir trotzdem etwas Verdächtiges auf, nutze den Knopf „Melden“ direkt am Inserat oder im Chat. Wir prüfen jede Meldung und geben nicht weiter, wer gemeldet hat. Weitere Tipps findest Du in unseren Sicherheitshinweisen.

Häufige Fragen

Ist Vorkasse immer Betrug?

Bei persönlichen Treffen mit Unbekannten fast immer. Verlangt jemand vorab Gutscheincodes oder Kryptowährung, solltest Du den Kontakt sofort beenden.

Wie mache ich eine Bildersuche am Handy?

Halte den Finger lange auf das Bild gedrückt und wähle „Mit Google suchen“ oder öffne Google Lens. In wenigen Sekunden siehst Du, wo das Foto sonst noch auftaucht.

Was passiert, wenn ich ein Inserat melde?

Wir sehen uns das Inserat an. Verstößt es gegen unsere Regeln, entfernen wir es und sperren bei Bedarf das Konto. Wer gemeldet hat, geben wir nicht weiter.

Fazit

Fake-Profile sind ärgerlich, aber mit etwas Wissen leicht zu durchschauen. Die wichtigste Regel ist einfach: kein Geld im Voraus an Unbekannte. Wer zusätzlich auf Fotos, Tonfall und Druck achtet, ist bestens geschützt und kann sich auf die vielen echten Kontakte konzentrieren.

Bereit für den nächsten Schritt?

Zu den Sicherheitshinweisen →

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